Welches Kleid steht mir? Kleider gibt es für jeden Figurtyp

Taillierte Frühlingskleider

Die Temperaturen werden wieder sommerlich und die Freude, ein Kleid zu tragen, steigt. So wie es für jeden besonderen Anlass ein Kleid gibt, Abendkleid, Cocktailkleid, Brautkleid…. so gibt es für jeden Figurtyp auch ein passendes Kleid, welches perfekt zu Dir und Deinem Figurtyp passt.

Kleider sind eine wunderbare Erfindung: Man schlüpft hinein und ist schon fertig angezogen.

Natürlich spielt auch die Auswahl der Farbe, des Musters und des Stoffes eine Rolle, jedoch hat man schon gewonnen, wenn man weiß, welches Kleid einem besonders schmeichelt. Bei der großen Kleiderauswahl wird es nie langweilig! 

In diesem Blogpost lest Ihr:

  • Was ist zu beachten?
  • Figurtyp selbst bestimmen
  • Welche verschiedenen Kleiderformen es gibt und welche Kleiderform eignet sich für welchen Figurtyp?
  • Wirkung von Mustern
  • Besondere Ärmel
  • Kombinationsmöglichkeiten und Accessoires

Was ist zu beachten?

Die positive Wirkung eines Kleides auf die Trägerin sollte nicht unterschätzt werden. Hat man nicht die passende Schnittführung, merkt man dies sofort am Tragekomfort. Jedes Kleid trägt sich bei unterschiedlicher Körperform anders. 

Im Idealfall wird der Körper perfekt in Szene gesetzt, der Stoff umspielt den Körper und schmeichelt Deinen Kurven. 

Ich helfe Euch mit diesem Blogpost, dass Ihr erkennen könnt, ob Ihr mit dem Kleid Eurer Wahl den perfekten Griff macht, oder ob Ihr unvorteilhafte Stellen unbeabsichtigt betont. Ich gebe Euch einen Überblick der verschiedenen Kleiderformen, 

  • Wie Du dem Problem eines nicht passenden Kleides zukünftig entgehen kannst
  • Wie Du bei der nächsten Kleiderwahl nicht daneben greifst

Wie bei meinen Typberatungen gilt: Vorteilhafte Stellen werden betont, unvorteilhafte Stellen sollen optisch zurücktreten. Dies erreicht man zum einen mit der richtigen Farbwahl: Dunkel lässt zurücktreten, hell betont. Zum anderen ist es aber bei der Wahl des richtigen Kleides unerlässlich, dass Ihr Euren Figurtypen bestimmten könnt, bzw. ihn wisst. 

Figurtyp selbst bestimmen

Prinzesskleid X-Figur und A-Figur
Prinzesskleid X-Figur und A-Figur

Wie geht das? Ich möchte Euch helfen, Eure Körperform selbst zu bestimmen: Dafür stellt Ihr Euch nackt, oder auch in Unterwäsche vor den Spiegel. Betrachtet das Verhältnis von Schultern zu Hüfte. Alle meine Leserinnen wissen mit den Begriffen A-Figur, H-Figur, X-Figur, V-Figur oder O-Figur etwas anzufangen. Wenn nicht, kontaktiert mich gerne, ich helfe Euch!

Ist eine Taille zu erkennen? Die H-Figur weist keine auf und bei der O-Figur ist dies auch nicht der Fall. Wichtig ist, dass Ihr unbedingt ehrlich zu Euch seid! Klar, jede Frau hätte gerne eine X-Figur mit ausgewogenem Verhältnis von Schulter und Hüfte und einer deutlichen Taillenmarkierung. Aber wisst Ihr was: Selbst wenn das nicht so ist, kann man mit der richtigen Kleiderform eine Taille zaubern, wo sonst keine ist, Problemzonen umspielen und einfach gut aussehen! 

Ihr seid Euch nicht sicher? Die Hüften könnten breiter sein als die Schultern, vielleicht aber auch nicht? Nehmt ein Maßband, eine lange Kette oder einen dünnen Gürtel zur Hand. Sucht Euch dann die Stelle am Schultergelenk, unter der das Kugelgelenk sitzt. Nicht außen am Muskel, nicht innen unter der Achselhöhle, sondern quasi am Schulterende. Dort, wo der Oberarmknochen in die Schulterpfanne mündet, ist Euer Ausgangspunkt. Von dort aus lasst Ihr Euer Maßband (oder Kette, dünnen Gürtel) locker nach unten fallen. 

Fällt das Maßband an Euren Hüften vorbei, es ist quasi noch Luft, dann spricht viel dafür, dass Ihr eine V-Figur habt: Breite Schultern, schmale Hüften.

Fällt das Maßband gerade nach unten und erreicht den Hüftknochen, seid Ihr entweder eine X- oder H-Figur. Jetzt kommt es darauf an, ob eine Taille deutlich zu erkennen (X-Figur) ist oder nicht (H-Figur).

Fällt das Maßband nach unten und Eure Hüften sind darüber hinaus noch zu sehen, spricht viel für eine A-Figur: Schmale Schultern, breite Hüften. 

Die O-Figur hat ihre „stärkste“ Stelle als Bauch. Das Verhältnis von Schultern und Hüften ist meist relativ ausgeglichen. 

Alles klar soweit? 

Meine Kunden und Kunden sowie Leserinnen kennen meinen Leitspruch: 

Proportionen statt Problemzonen!

Genau da setze ich an mit meiner Beratung für das richtige, typgerechte Kleid. 

 

Welche Kleiderformen gibt es und welche eignet sich für welchen Figurtyp? 

Hemdblusenkleid

Ein Hemdblusenkleid kann gerade oder tailliert geschnitten sein. Es weist einen Bindegürtel auf, mit dem eine Taille kreiert bzw. die Taille betont wird. Es zaubert so eine wunderschöne weibliche Figur. Dank der durchgehenden Knopfleiste kann man es auch offen im Lagenlook über einem T-Shirt tragen. Je fließender der Stoff, umso schmeichelnder trägt sich das Kleid. Ein Hemdblusenkleid sollte nicht hochgeschlossen getragen werden. Am besten erreichst Du einen streckenden Effekt, wenn Du die obersten zwei Knöpfe offen lässt. Das Hemdblusenkleid ist ideal für die H-Figur und V-Figur, aber auch die X-Figur oder die O-Figur können es bedingt tragen. Der H-Figur zaubert das Hemdblusenkleid eine Taille. Achtung bei Brusttaschen: Bei der H-Figur wirken Brusttaschen als Ausgleich. Bei der V-Figur würden sie die Schulterpartie noch weiter betonen. Brusttaschen sind auch nichts für große Oberweiten oder die X-Figur. 

Hemdblusenkleid
Hemdblusenkleid

Das A-Linien-Kleid 

Es ist ideal für große Größen, da es durch seinen schmeichelnden Schnitt die Hüften locker umspielt. Eine Empire-Naht sorgt zusätzlich für das gewisse Etwas, da dadurch die schmale Unterbrustlinie betont wird. A-Linienkleider sollten auf Kniehöhe enden, denn so geht die Betonung der Beine auf die schmalen Knöchel, was wiederum dem Gesamteindruck schmeichelt. Perfekt für die O-Figur und A-Figur.

 

Wickelkleider

Wickelkleider sind meine persönlichen Kleider-Lieblinge. Zum einen stehen sie jeder Frau und zum anderen sind sie die wahren Figurschmeichler. Wickelkleider sind besonders feminin und schmeicheln und umspielen die weiblichen Kurven. 

oranges Wickelkleid
oranges Wickelkleid
Wickelkleid
Wickelkleid

Durch die Wickelung haben sie einen verschlankenden Effekt und die Drapierungen und Wickelfalten kaschieren kleine Röllchen oder ein Bäuchlein perfekt. Wickelkleider haben häufig einen V-Ausschnitt. Dieser streckt den Oberkörper und betont das Dekolleté. Sollte Euch der Ausschnitt des Wickelkleides zu tief sein, kann er mühelos mit einer kleinen Anstecknadel oder auch vom Schneider ein wenig verkleinert werden. Vermeidet aber, ein Spitzenhemdchen unter das Wickelkleid zu ziehen. Die Spitzenborte fällt in die Kategorie Wäsche und in Verbindung mit einem sexy figurbetonten Wickelkleid könnte hier eine unschöne bzw. verruchte Wirkung entstehen.

Prinzesskleider

 

 

 

 

 

 

 

Bei Prinzesskleidern sind die Oberteile ebenfalls figurbetont geschnitten, unterhalb der Taille beginnt ein weit geschnittener glockiger Rockteil, der die Hüften locker umspielt. Perfekt für die A-Figur, H-Figur und X-Figur. Aufpassen sollte hier die O-Figur, da der bauschige Rock oft sehr viel Volumen auf die Hüften zaubert und so der O-Figur optisch einige Kilos dazu schmuggelt. 

Prinzesskleider
Prinzesskleider

Maxikleider

Frau langes Kaschmirkleid
Maxikleid

Maxikleider waren voriges Jahr der große Trend. Sie sind auch bei großer Hitze angenehm zu tragen, da der Stoff die Beine leicht umweht. Frauen mit kräftigerem Unterbau können sie super tragen, da kräftige Beine und Waden ideal kaschiert werden. Allerdings stauchen die langen Maxikleider auch die Figur optisch. Wenn man also nicht gerade groß gewachsen ist, wirkt man in diesem langen, wallenden Stoffkleid etwas gedrungen. 

Wirkung von Mustern

Wirkung von Mustern

Die tollen Kleider gibt es in den unterschiedlichsten Stoffen und Mustern. Doch wie wirken sie?

Grundsätzlich gilt, vertikale Muster strecken den Körper. Heißt das dann im Umkehrschluss, dass Querstreifen dick machen? Nein, nicht immer. Hier gilt es, auf die Proportionen zu achten. Handelt es sich um breite Blockstreifen, die auf Hüfthöhe, als dem breitesten Bereich des Körpers, eine Querunterteilung machen, dann gilt es, vorsichtig zu sein. Querstreifen hingegen richtig eingesetzt, können sogar verschlanken. Auch hier gilt: Dunkles lässt zurücktreten, Helles hebt hervor. Sucht Euch also aus, welche Stelle optisch zurücktreten sollte und welche nicht, dann passt es auch mit den Querstreifen. So kann die A-Figur z. B. wunderbar mit hellen Streifen die schmale Schulterpartie ausgleichen und mit dunklen Streifen die Hüftpartie zurücktreten lassen.

Kleine Muster schmeicheln grundsätzlich. Große Muster schaffen optisch Volumen. Auch hier solltest Du Deine Körperform kennen und abwägen, was Dir gut tut. 

Feminine Prints wirken immer mädchenhaft, auch wenn der Schnitt formell, sportlich oder streng ist. 

 

Kleid mit Stiefel_Overknees
Blümchenkleid mit Gürtel
Muster groß
Muster klein
Muster klein

Ansonsten ist bei Mustern erlaubt, was gefällt. Bleib bei Deinem Farb- und Stiltypen und dann sieht es immer stimmig aus.

Besondere Ärmel

Kleider mit Cut outs an der Schulter richten den Blick auch dort hin. Die V-Figur, die ohnehin schon breite Schultern hat, sollte diese Art der Ärmel meiden. Für alle anderen ist sie ein absoluter Hingucker. 

Trompetenärmel geben optisch Volumen und kaschieren kräftige Arme. Allerdings sind sie auch furchtbar unpraktisch, denn gerade beim Essen am Tisch landet die Ärmelspitze mal im Essen oder im Getränk. 

Puffärmel machen mehr Volumen und kräftige Arme. Wenn man aber schon kräftige Oberarme hat, sollte man sie mit Bedacht wählen. Ebenso sollte die V-Figur an die Puffärmel mit Vorsicht rangehen, da die breite Schulterpartie mit dieser Art von Ärmeln verstärkt wird. An einer schmalen A-Figur mit nicht zu kräftigen Oberarmen hingegen, sehen Puffärmel gut aus. 

Wer zum Kleid einen Schuh mit Absatz wählt, verlängert optisch sein Bein. Besonders spitze Schuhe strecken. Der Effekt nudefarbener Schuhe zur hautfarbenen Strumpfhose ist besonders schmeichelnd, da beinverlängernd. 

Wenn Du optisch gewichtigere Schuhe (dazu gibt es später noch einen gesonderten Blogpost) wählst, solltest Du beachten, dass Du dorthin die Blicke lenkst. Eine schön inszenierte Taille oder die sorgfältig ausgewählte Saumlänge können dann weniger Beachtung finden. Optisch gewichtigere Schuhe sind alle Schuhe mit Plateau, Block- oder Keilabsatz. Bei kräftigen Frauen wirken diese Schuhe allerdings ausgleichend zu den Proportionen. 

Perfekte Accessoires zum Kleid

Das perfekte Styling zum Kleid steht und fällt mit der passenden Auswahl der Accessoires. Eine extravagante Note erreichst Du mit ausgefallenen Nylon-Strumpfhosen oder tollen Schuhen. 

Eine schöne lange Kette, die den Blick in die Taille zieht, wirkt ebenso verschlankend wie ein streckender V-Ausschnitt. 

Natürlich hierbei nicht die Wahl der geeigneten Handtasche vergessen! Kleider sind immer feminin, ein sportlicher Rucksack passt nicht in den Look. Auch bei zu großen Beuteltaschen ist Vorsicht geboten, vor allem wenn die Trägerin klein ist. Hier ist auch die Beachtung von Proportionen gefragt. 

Viel Spaß bei der Kleiderwahl und beim Styling. Meldet Euch gerne, wenn Ihr Hilfe oder Anregungen braucht. 

Bleibt gesund!

MODE- & STYLE-BLOG

|     Tina Sarau     |