Shopping-Tour im eigenen Kleiderschrank – Der Kleiderschrank-Check

Nach meinem Nachhaltigkeitpost von letzter Woche möchte ich heute Euch beschreiben, warum eine Shopping-Tour im eigenen Kleiderschrank sinnvoll ist. Diese Shopping-Tour wird von uns Style-Expertinnen als Kleiderschrank-Check angeboten.

  • Ihr erfahrt, wie man am sinnvollsten vorgeht
  • Was soll weg? Was hat Flecken, ist verschlissen oder passt einfach nicht mehr?
  • Neu ersetzt alt
  • Übersichtlich mit System sortieren
  • Übersichtlich mit System sortieren

Hinter jeder stylischen Frau steht ein aufgeräumter Kleiderschrank! Denn nur, wer einen guten Überblick über seine Garderobe hat, kann täglich schöne Outfits erstellen.
Wie fleißig bist Du beim Aussortieren alter Klamotten? Nachdem erwiesenermaßen jede Menge Fehlkäufe und vergessene Schnäppchen im Kleiderschrank schlummern, gilt es bei der Shopping-Tour im Schrank herauszufinden, ob sich hier nicht doch noch tragbare Stücke finden bzw. ob sich durch das Aufräumen neue Styling-Ideen ergeben. Genauso gehe ich beim Kleiderschrank-Check vor.

Sinnvolles Vorgehen beim Kleiderschrank-Check


Idealerweise räumt Ihr gnadenlos erst einmal alle Kleidungsstücke aus dem Schrank. Hilfreich ist es, beim Kleiderschrank-Check auf einheitliche Kleiderbügel zu setzen. So erhält man später ein aufgeräumteres Gesamtbild und kann sich leichter durch die Garderobe „fächern“.
Jedes einzelne Stück wird nun begutachtet und später auf die (hoffentlich einheitlichen) Kleiderbügel gehängt.
Liegende Garderobe, wie Pullis oder T-Shirts werden ebenfalls alle aus den Fächern herausgenommen, auseinandergelegt und begutachtet.
Unterscheidet in:

  • aktuell: Passend, zeitlos und chic
  • hoffentlich bald wieder: Gerne getragen, vielleicht etwas aus der Mode gekommen
  • hoffentlich nie wieder: Der klassische Fehlkauf

Was soll weg? Was hat Flecken, ist verschlissen oder passt einfach nicht mehr?


Grundsätzlich steht es ja schon in der Überschrift: Fleckige, verschlissene oder schlecht bis gar nicht passende Kleidung muss raus aus dem Kleiderschrank. Während letztere noch ein Fall für die Altkleidersammlung ist, kann man die fleckigen oder verschlissenen Sachen bestenfalls noch als Putzlappen oder bei Renovierungsarbeiten nutzen. Einen Platz im Kleiderschrank bekommen sie nicht mehr.
Natürlich kenne ich das von meinen Kundinnen: Sie hängt an einem ehemaligen Lieblingsstück. Es weckt schöne Erinnerungen, man hat sich drin wohl gefühlt, es war ein Geschenk von einer lieben Person…. Es wäre von mir als Style-Expertin herzlos, hier auf die Altkleidersammlung oder den Müllcontainer zu bestehen. Solche Schätzchen lege ich beiseite, evtl. kommen ja im Laufe des Kleiderschrank-Checks noch weitere hinzu – und später dürfen diese wenigen Stücke dann in einem Wäschesack oder Karton auf den Dachboden oder im Keller ruhen.
Kleiner Tipp: Ruhen diese Sachen dann länger als ein Jahr dort, sollte überlegt werden, ob nun nicht doch jetzt der Zeitpunkt für eine endgültige Trennung gekommen ist.
Alles, was man länger als ein Jahr nicht getragen hat kann weg? So hieß es doch immer, wenn man diverse Frauenzeitungen aufgeschlagen hat. Natürlich nicht! Nicht umsonst heißt dieser Blogpost „Shopping-Tour im eigenen Kleiderschrank“.
Nachdem also nun alle Teile begutachtet, aussortiert oder für gut befunden wurden, geht es nun daran, Styling-Kombinationen zusammenzustellen. Oft findet sich nämlich hier in den hintersten Reihen der Kleiderbügel das ein oder andere Schätzchen, was bisher einen Dornröschenschlaf gehalten hatte. Der „Aha-Effekt“ ist wie beim Shopping berauschend! Es tun sich bisher ganz ungeahnte Styling-Ideen auf und idealerweise kann man die einzelnen Garderobenstücke sogar mehrmals, aber auch jeweils individuell anders kombinieren. Diese Shopping-Tour im eigenen Kleiderschrank macht nämlich nicht nur Spaß, sondern spart außerdem auch noch Geld! Ich zeige meinen Kundinnen sehr gerne Kombinationsmöglichkeiten auf. Lasst einfach Eurer Fantasie freien Lauf und probiert die eine oder andere Styling-Variante vor dem Spiegel einmal aus.

Neu ersetzt alt


Man muss loslassen für Neues! Wenn ein neues Garderobenstück in den Kleiderschrank zieht, muss dafür ein altes gehen. Bestenfalls fällt das alte in die Kategorie:

  • Fleckig
  • verschlissen
  • passt nicht mehr.

Natürlich kann man hier die ein oder andere Ausnahme machen und ein neues Stück aufnehmen, ohne dass ein anderes gehen muss, aber dann wird irgendwann wieder der Kleiderschrank aus allen Nähten platzen und ein neuer Kleiderschrank-Check steht bevor.
In meinem kürzlich erschienen Blogpost zum Thema Nachhaltigkeit beim Shoppen 

habe ich Euch bereits die „Cost pro Wear-Rechnung“ dargestellt.
Ob sich der Kauf eines Kleidungsstück lohnt, richtet nach der Kombinierbarkeit. Den Preis „Cost pro Wear“ könnt Ihr ganz einfach ausrechnen:
Wie oft könnt Ihr das Teil kombinieren oder habt Anlass, es zu tragen? Nehmt den Preis des Stücks und teilt ihn durch die Anzahl an Gelegenheiten, an denen Ihr es tragt. Kommt Ihr hier auf mindestens 3 x Tragen, so lohnt sich die Anschaffung schon.
Eine Studie hat ergeben, dass nur 20 % des Kleiderschrank-Inhaltes regelmäßig getragen wird. 80 % bleibt ungenutzt bzw. wird weniger getragen, weil die Garderobenstücke nicht passen, nicht mehr gefallen, oder man sich nicht mehr darin wohlfühlt. Meistens bestehen diese 80 % aus Spontankäufen, den sogenannten „Schnäppchen“.
Beachtet dies einfach beim Kauf neuer Kleidungsstücke. Ich nenne es „Wardrobe-Detox“ für die Übersicht im Kleiderschrank.

Übersichtlich mit System sortieren

Die Kleidung könnt Ihr entweder nach Farben (alle Farbgruppen hintereinander), nach Winter-Sommer-Garderobe, nach Kombinationszusammenstellungen oder nach Kategorien (Business, Casual, Jacken, Hosen, Röcke, Kleider) sortieren. Ich frage meine Kundinnen stets, welche Sortierung ihr am liebsten ist, denn sie muss ja ihre Sachen zusammenstellen und morgens muss es manchmal ja auch schnell gehen. Ich bin sicher, Ihr findet für Euch eine Lösung, wie Ihr eine favorisierte Sortierung handhabt.
Die Erfinderin der Capsule Wardrobe heißt Susie Faux. Sie empfahl seinerzeit, maximal 30 verschiedene Garderobenstücke im Kleiderschrank zu haben. Diese sollten sich idealerweise aufteilen in Basics, Hosen und Kleider in typgerechten Farben. Ich gebe zu, ich habe mehr als 30 Stücke im Kleiderschrank und die meisten meiner Kundinnen auch. Daher ist ein individuelles übersichtliches System und regelmäßiger Kleiderschrank-Check hier sehr wichtig.

Kommt zur Stilberatung. Ich helfe auch gerne beim Kleiderschrank-Check! Meldet Euch bei Fragen oder Anregungen gerne bei mir.

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|     Tina Sarau     |