Ein gutes Make-Up für mehr Persönlichkeit

In meinem heutigen Blogpost lest Ihr, wie ein gutes Make up Eure Persönlichkeit unterstreicht, Ihr Euch ohne viel Zeitaufwand toll schminken könnt und welche Tipps Ihr beherzigen solltet. Außerdem erfahrt Ihr von mir, warum der Lippenstift einst verboten war.

Tipps und Tricks – auf die richtige Reihenfolge kommt es an

Make up sollte wie Schmuck oder Accessoires selbstverständlich getragen werden. Ohne viel darüber nachzudenken, typgerecht aufgetragen und nicht zu zeitaufwändig oder kompliziert. Ich hatte Euch letztens schon mein Kurzvideo für ein 10 Minuten Make up vorgestellt und möchte Euch heute ein paar Tipps und Tricks vorstellen, damit Ihr Euer Make up immer schnell und gut hinbekommt. Schon im Video habe ich Euch die richtige Reihenfolge des Schminkens gezeigt:

Erst die Augen,

dann der Concealer,

danach die Foundation,

anschließend die Augenbrauen,

dann Rouge,

und zum Schluss: Highlighter

 

Diese Reihenfolge hat den Vorteil, dass das „Fallout“ vom Lidschatten keine Augenschatten macht und leichter zu entfernen ist, da anschließend Concealer und Make up aufgetragen werden.

Ein gutes Make-Up unterstreicht Eure Persönlichkeit

Bedenkt, dass Schönheit nicht Perfektion ist, sondern in der Betonung der Einzigartigkeit eines jeden von uns liegt. Ein guter Make up-Look unterstreicht die Persönlichkeit und verleiht mehr Selbstsicherheit. Wer nicht zu geschminkt aussehen möchte, sollte darauf achten, dass Augen-Make-up, Rouge und Lippenstift aus einer Farbfamilie stammen.

Eyecatcher gekonnt einsetzen

Belasst es bei Eurem Make up bei einem Eyecatcher. Das heißt, Ihr betont entweder die Lippen oder die Augen. Hier setzt Ihr die Akzente entweder farbig, leuchtend oder glänzend. Aber bitte nicht beides gleichzeitig, sonst wirkt es schnell überladen und man sollte sich diesen Look besser für spezielle Fotoshootings, Karneval oder spezielle Events aufheben. Ein solcher Look sieht zwar toll aus, ist aber nicht alltagstauglich. 

Kenntnisse zur Materialkunde – Pinsel und Schwämmchen

Preiswerte und gute Pinsel gibt es in jeder Drogerie. Es muss nicht immer der Echthaarpinsel sein. Gerade für Schminkanfänger gibt es Pinselsets, wo für einen Make up-Look alle notwendigen Pinsel drin enthalten sind. Wer mit den vielen Pinselarten und Schwämmchen nichts anzufangen weiß, kann sich gerne bei mir melden. Ich gebe Euch gerne eine kleine Materialkunde. Eure Pinsel und Schwämmchen solltet Ihr regelmäßig reinigen, aber das ist selbstverständlich, oder?

Augen-Make up – Smokey-Eyes auch im Alltag

Smokey Eyes für den Alltag gelingen besonders gut mit braunem/bronzefarbigen Lidschatten. Vorher sollte eine Lidschatten-Base aufgetragen werden, damit der Look auch gut hält.  Danach tragt Ihr den braunen oder bronzefarbigen Lidschatten auf das bewegliche Lid auf. Ordentlich verblenden und anstatt schwarzem Kajal für das Unterlid ebenfalls Lidschatten verwenden. Dies wirkt viel weicher und öffnet den Blick wunderbar. Zudem werden Schlupflider so gut kaschiert.

Ohne getuschte Wimpern gelingt kein gutes Make up!

  • Geheim-Tipp: Nehmt ein unbenutztes Wimpernbürstchen und tunkt bzw. beträufelt es in Augen-Make up-Entferner oder Gesichtswasser. Dann damit die Wimpern kämmen/bürsten. Das hat den Vorteil, dass eventuell noch vorhandene Make up-Reste entfernt werden und die einzelnen Härchen gut liegen. Die perfekte Basis, um jetzt nach Belieben zu tuschen.
Concealer kinderleicht anwenden

Concealer ist ein Multitasking-Produkt und ist längst nicht mehr aus der täglichen Make up-Routine wegzudenken.

Concealer kann man als

  • Foundation-Ersatz nehmen,
  • zum Highlighten und
  • als Abdeckstift bei Unregelmäßigkeiten und
  • gegen Augenschatten.

 

Was der Concealer allerdings nicht kann ist: Tränensäcke unsichtbar machen. Tragt Ihr hierfür Concealer auf, werden die Tränensäcke eher betont als verschwinden. Die Konsistenz des Concealers darf nicht zu zäh sein und er darf sich auf keinen Fall in die feinen Augenfältchen absetzen. Ich trage ihn entweder mit dem Pinsel oder mit einem nassen Schwämmchen auf. Hiermit lassen sich gute Ergebnisse erzielen.

Unregelmäßigkeiten, wie Pickel, verschwinden mit Concealer ebenfalls nicht.

  • Geheim-Tipp: Tupft bei Pickeln am besten mit einem stumpfen Pinsel Mineralpuder auf die Stelle!
Foundation oder Make-Up:

Euren richtigen Farbton solltet Ihr kennen! Wenn Ihr in der Drogerie nach dem richtigen Farbton schaut, testet ihn bitte nicht am Handgelenk. Ihr tragt Euer Make up schließlich im Gesicht und nicht an der Hand und der Hautton an der Hand stimmt nicht immer mit dem im Gesicht überein. Idealerweise tragt Ihr rechts und links am Kinn/Übergang zum Hals zwei verschiedene Farbtöne auf und geht dann vor die Türe: Bei natürlichem Tageslicht könnt Ihr am besten erkennen, welches der für Euch geeignete Ton ist. Habt Ihr keinen Handspiegel zur Hand, schaltet doch einfach Euer Handy in den Selfie-Modus.

  • Übrigens: Der ideale Make up oder Foundation-Ton ist der, den man nicht sieht und der mit Eurer natürlichen Hautfarbe verschmilzt! Wartet 1 – 2 Minuten, denn manche Töne dunkeln noch nach.

 

Um ein ebenmäßiges Ergebnis zu erzielen, sollten Puderprodukte (Mineralpuder, Puder-Rouge, Blotting-Puder) nie auf flüssiges Make-Up gegeben werden. Bleibt bei einer Konsistenz. Entweder nutzt Ihr alles flüssige Produkte, oder alles Puderprodukte. So bröselt auch nichts oder setzt sich unschön in Fältchen ab.

Rouge – das optische Lifting

Rouge wirkt wie ein optisches Lifting, wenn Ihr es richtig auftragt!

  • So geht es: Tragt das Rouge wie eine gemalte 3 von Schläfe-zu Jochbein-zum Kinn auf. Soft die Ränder verblenden. Wenn Ihr jedoch das Rouge auf den Wangenknochen auftragt, arbeitet immer zum Haaransatz hin und verblendet es gut. Harte Ränder dürfen nicht entstehen. Einen besonderen Frischekick für die Augen erhaltet Ihr, wenn Ihr etwas Rouge unter den Augenbrauen auftragt.

 

Das bis vor kurzem noch gehypte Contouring ist mittlerweile out, bzw. ein Contouring wird nur noch dezent aufgetragen.

Highlighter – der sparsame Einsatz lohnt sich

Highlighten ist derzeit in! Auf Wangen, Schläfen, in die Augen-Innenwinkel, unter den Augenbrauen auf Kinn oder Nasenspitze, auf dem höchsten Punkt der Apfelbäckchen aufgetragen, sorgt der Highlighter auf Fotos und Selfies für einen tollen Glow. Aber auch hier ist er mit Vorsicht einzusetzen. Gerade unter den Augenbrauen wirkt es sehr wie ein Look aus den 80er.  In den Augen-Innenwinkeln sieht er besonders gut bei engstehenden Augen aus. Achtet darauf, den Highlighter sparsam einzusetzen, damit Ihr nicht als Diskokugel zu endet. Am besten soft mit einem Schwämmchen oder den Fingern verblenden.

Die Augenbrauen – sie geben dem Gesicht einen Rahmen

Die Augenbrauen sollten stets in Form gezupft sein und können mittels Puder oder Stift nachgezogen werden. Orientiert Euch immer an der natürlichen Form der Braue, denn nurdann sieht das Ergebnis stimmig aus. Die Farbe der Augenbrauen sollte natürlich zur Haar- und Hautfarbe passen.

Die Augenbrauen – sie geben dem Gesicht einen Rahmen

Rote Lippen sind ein Geheimtipp, um binnen 5 Sekunden erholter auszusehen! Richtig geschminkt, ziehen rote Lippen den Blick des Gegenübers an. Der klassische rote Lippenstift ist einfach sexy. Er ist mein Schminkfavorit, denn auch wenn der Rest des Gesichtes ungeschminkt ist, mit roten Lippen sieht man immer toll aus!

Eine US-Studie ergab, dass die Aufmerksamkeit des Gegenübers, die man mit geschminkten Lippen auf sich zieht, je nach Farbe variiert:

  • 7,3 Sekunden bei roten Lippen
  • 6,7 Sekunden bei rosa oder pinken Lippen
  • 2,2 Sekunden bei nudefarbigen Lippen.
Schon gewusst? Warum der Lippenstift verboten wurde

Aufgrund der anrüchigen und für mich faszinierenden Geschichte um den Lippenstift, hole ich hier für die Geschichtsfans mal etwas aus:

Das Lippenrot enthielt von der Antike bis zur Entwicklung synthetischer Farbstoffe Läuseblut, welches als Farbstoff diente. Unglaubliche 150.000 Läuse waren für 50 g Farbstoff notwendig. Heutzutage enthalten Lippenstifte neben dem (synthetischen) Farbstoff noch tolle pflegende Substanzen. Rote Lippen stehen seit je her für Sinnlichkeit. 1602 schimpfte ein Philosoph, dass jede Frau, die sich schminkt, um schön zu wirken (à neuzeitliche Frage: wozu denn sonst?) mit dem Tod bestraft werden soll! 1770 entschied das britische Parlament, dass Frauen sich strafbar machen und Ehen annulliert werden dürfen, wenn Männer mit roten Lippen bezirzt wurden und deshalb eine Ehe geschlossen wurde. Der erste rote Lippenstift entstand 1883 in Paris. Damals war er noch in Seidenpapier gewickelt, statt in einer Hülse – und damals sorgte die Phallus-Form schon wieder für Aufregung um den Lippenstift. Heutzutage ist das zum Glück alles anders.

Lippenstift richtig aufgetragen

Damit Euer Lippen-Make up makellos aussieht, solltet Ihr wie folgt vorgehen:

  • mit einem (sauberen) Lidschattenpinsel transparenten Puder auf die Lippen tupfen;
  • Lippenkonturen mit einem dünnen Lippenpinsel in Lippenstiftfarbe nachziehen bzw. umranden;
  • Lippenflächen ausmalen;
  • mit den geschminkten Lippen auf ein Kosmetiktuch „beißen“ und so den Farbüberschuss aufnehmen und um die Farbschicht mehr mit den Lippen zu verbinden – für mehr Haltbarkeit;
  • Erneut ausmalen, evtl. noch Gloss auftragen

Solltet Ihr Fragen rund um das richtige Make up haben, meldet Euch gerne bei mir. Ich gebe regelmäßig Coachings, aber auch für Einzellooks könnt Ihr bei mir anfragen. Ich bin Partner bei The fast and the beautiful (siehe Fotos). Alle Looks wurden von mir mit den Produkten von Lilly meets Lola geschminkt. (Werbung, da Namensnennung)

Viel Spaß beim Nachschminken!

MODE- & STYLE-BLOG

|     Tina Sarau     |